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TFA: Warum dieser PFAS-Stoff immer häufiger auftaucht

PFAS stehen bereits seit einigen Jahren im Fokus der Lebensmittelindustrie. Doch in letzter Zeit taucht in Diskussionen über Lebensmittelsicherheit, Umwelt und Regulierung immer häufiger ein bestimmter Stoff auf: TFA, auch Trifluoressigsäure (trifluoroacetic acid) genannt.

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Vom Nischenstoff zum aktuellen Risiko

PFAS stehen bereits seit einigen Jahren im Fokus der Lebensmittelindustrie. Dennoch taucht in letzter Zeit ein bestimmter Stoff immer häufiger in Diskussionen über Lebensmittelsicherheit, Umwelt und Regulierung auf: TFA, auch bekannt als Trifluoressigsäure (trifluoroacetic acid).

Immer mehr Forschungseinrichtungen, Aufsichtsbehörden und Medien berichten über das Vorkommen von TFA in Oberflächengewässern, im Grundwasser und in Lebensmitteln. Daher erhalten auch Lebensmittelunternehmen immer häufiger Anfragen zu möglichen Risiken, Analysen und künftigen Vorschriften.

Was genau ist TFA? Warum steht diese Substanz derzeit so sehr im Fokus? Und was bedeutet das für Fachleute aus den Bereichen Qualitätssicherung und Compliance?

Was ist TFA und was zeichnet es aus?

TFA steht für Trifluoressigsäure (trifluoroacetic acid) und gehört zur Gruppe der Per- und Polyfluorverbindungen. Der Stoff gilt als ultrakurzkettiges PFAS (ultrashort-chain PFAS) und unterscheidet sich von den bekannteren PFAS wie PFOS und PFOA durch seine sehr kleine Molekülstruktur.

Genau diese Eigenschaft macht TFA so besonders. Der Stoff ist in der Umwelt extrem mobil, löst sich leicht in Wasser auf und wird kaum abgebaut. Einmal in der Umwelt vorhanden, kann sich TFA daher über große Entfernungen ausbreiten und lange Zeit dort verbleiben.

Obwohl TFA in der Regel weniger bioakkumulierbar ist als manche langkettigen PFAS, wächst die Besorgnis über den anhaltenden Anstieg der Konzentrationen im Wasser und die mögliche Exposition über die Nahrung.

Warum wird dieses Thema gerade jetzt diskutiert?

Das Interesse an TFA nimmt stark zu, da Forscher den Stoff immer häufiger in der Umwelt nachweisen. Dank verbesserter Analysetechniken lassen sich zudem weitaus geringere Konzentrationen nachweisen als noch vor einigen Jahren.

Zudem wird immer deutlicher, dass TFA nicht nur direkt verwendet wird, sondern auch als Abbauprodukt verschiedener fluorhaltiger Stoffe entsteht. Dazu zählen bestimmte PFAS-Verbindungen, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien und einige Kältemittel.

Dadurch kann sich TFA weiterhin bilden, selbst wenn die ursprüngliche Substanz schon lange nicht mehr vorhanden ist.

Für politische Entscheidungsträger stellt dies eine Herausforderung dar. Während sich viele Vorschriften derzeit auf klassische PFAS konzentrieren, wächst das Bewusstsein, dass auch Abbauprodukte wie TFA eine wichtige Rolle bei der gesamten PFAS-Problematik spielen.

Warum ist TFA für die Lebensmittelindustrie relevant?

TFA ist vor allem deshalb relevant, weil diese Substanz über das Wasser in die Nahrungskette gelangen kann. Schließlich spielt Wasser in der Lebensmittelindustrie eine zentrale Rolle: Es wird als Zutat, als Prozesswasser, zur Reinigung, zur Bewässerung von Pflanzen und als Trinkwasser für Tiere verwendet. Wenn TFA in Wasserquellen vorhanden ist, kann dies also dazu führen, dass es letztendlich auch in landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln landet.

Dies macht insbesondere Branchen, die stark von Wasser abhängig sind, besonders relevant, wie beispielsweise den Obst- und Gemüseanbau, die Kartoffelverarbeitung, die Getränkeindustrie, die Milchproduktion, den Sektor für pflanzliche Lebensmittel sowie Hersteller von Babynahrung. Auch Unternehmen, die eigene Grundwasserentnahmen nutzen, fallen hierunter.

Darüber hinaus wächst das Bewusstsein für das mögliche Vorkommen von TFA in Rohstoffen, die aus Regionen stammen, in denen erhöhte Konzentrationen im Oberflächen- oder Grundwasser festgestellt werden.

Warum ist TFA für die Lebensmittelindustrie relevant?

TFA ist vor allem deshalb relevant, weil dieser Stoff über Wasser in die Nahrungskette gelangen kann. Schließlich spielt Wasser in der Lebensmittelindustrie eine zentrale Rolle: Es wird als Zutat, als Prozesswasser, zur Reinigung, zur Bewässerung von Kulturpflanzen und als Trinkwasser für Tiere verwendet. Wenn TFA in Wasserquellen vorhanden ist, kann dies also dazu führen, dass es letztendlich auch in landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln landet.

Dies macht insbesondere Branchen, die stark von Wasser abhängig sind, zu einem besonders wichtigen Aspekt, den es zu berücksichtigen gilt, wie beispielsweise den Obst- und Gemüseanbau, die Kartoffelverarbeitung, die Getränkeindustrie, die Milchproduktion, den Sektor für pflanzliche Lebensmittel und Hersteller von Babynahrung. Auch Unternehmen, die eigene Grundwasserentnahmen nutzen, fallen hierunter.

Zudem wächst das Interesse an dem möglichen Vorkommen von TFA in Rohstoffen, die aus Regionen stammen, in denen erhöhte Konzentrationen im Oberflächen- oder Grundwasser festgestellt werden.

Warum ist die Analyse von TFA technisch anspruchsvoll?

TFA unterscheidet sich analytisch von vielen anderen PFAS-Verbindungen. Aufgrund seiner kleinen Molekülstruktur und seiner hohen Wasserlöslichkeit erfordert der Stoff spezifische Analysemethoden und Fachwissen.

Nicht alle Standard-PFAS-Methoden weisen TFA automatisch nach. Daher ist es wichtig, im Vorfeld klar festzulegen, welche Stoffe untersucht werden sollen und welche Analysemethode dafür geeignet ist.

Eine korrekte Probenahme und Auswertung sind dabei mindestens ebenso wichtig wie die Analyse selbst.

So interpretieren Sie TFA-Ergebnisse

Ein Analyseergebnis erzählt nur einen Teil der Geschichte. Bei TFA ist der Kontext entscheidend.

Derzeit gibt es noch nur wenige gesetzliche Grenzwerte für TFA in Lebensmitteln. Daher bedeutet ein Nachweis nicht automatisch, dass ein Problem der Lebensmittelsicherheit oder eine Nichtkonformität vorliegt. Gleichzeitig dürfen Ergebnisse aber auch nicht einfach ignoriert werden.

Bei der Interpretation sind unter anderem folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • die Art des Produkts oder des Wassers;
  • die Herkunft des Rohstoffs;
  • Hintergrundkonzentrationen in der Umgebung;
  • Trends in aufeinanderfolgenden Analysen;
  • Verfügbare wissenschaftliche Erkenntnisse;
  • Mögliche zukünftige gesetzliche Entwicklungen.

Genau aus diesem Grund ist eine fachkundige Interpretation unerlässlich. Ein Wert erhält erst dann Bedeutung, wenn er im richtigen Kontext von Risikoanalyse, Exposition und geltenden Vorschriften bewertet wird.

Was bedeutet das für Qualitätssicherung und Compliance?

TFA zeigt, wie schnell sich das Umfeld rund um PFAS weiterentwickelt. Während der Schwerpunkt vor einigen Jahren noch vor allem auf PFOS und PFOA lag, verlagert sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf eine breitere Gruppe von Fluorverbindungen und deren Abbauprodukte.

Für Qualitätssicherungsfachleute bedeutet dies, dass das Kontaminantenmanagement zunehmend über die bloße Einhaltung bestehender Rechtsvorschriften hinausgeht. Auch neu auftretende Stoffe, für die noch keine endgültigen gesetzlichen Grenzwerte existieren, können Anlass zu Fragen von Kunden, Einzelhändlern oder Aufsichtsbehörden geben.

Unternehmen, die bereits heute Einblick in ihre Wasserqualität, ihre Rohstoffströme und mögliche PFAS-Quellen haben, sind besser auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet.

Was ist zu erwarten?

Die Diskussion um TFA steht erst am Anfang. Je mehr Messdaten verfügbar werden und je weiter sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse entwickeln, desto größer wird wahrscheinlich das Interesse an diesem Stoff werden.

Für Lebensmittelunternehmen ist dies ein guter Zeitpunkt, um zu prüfen, welche Risiken für ihre spezifische Situation relevant sind. Gezielte Analysen von Wasser, Rohstoffen oder Endprodukten können dabei wertvolle Informationen liefern und dabei helfen, zukünftige Fragen von Kunden und Aufsichtsbehörden proaktiv zu beantworten.

So bekommen Sie TFA in den Griff

Sind Sie sich unsicher, ob TFA für Ihre Produkte, Rohstoffe oder Wasserquellen relevant ist? Unsere Laborexperten unterstützen Sie gerne bei der Erstellung einer Risikoanalyse und beraten Sie, welche Analysen für Ihre spezifische Situation am sinnvollsten sind. So erhalten Sie nicht nur Einblick in mögliche Expositionen, sondern auch Unterstützung bei der Interpretation der Ergebnisse im Kontext der Lebensmittelsicherheit und der Compliance.

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