Schaffen Sie Klarheit über PFAS in Ihren Verpackungsmaterialien
PFAS wurden aufgrund ihrer fett-, wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften in verschiedenen Lebensmittelkontaktverpackungen eingesetzt. Ihre hohe Beständigkeit macht sie funktional, zugleich stehen sie wegen möglicher Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit zunehmend im Fokus der Regulierung.
Mit einer kombinierten Prüfstrategie aus gezielter PFAS-Analytik und Fluor-Screening erhalten Sie belastbare Informationen über Ihr Verpackungsmaterial. Normec Foodcare unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Untersuchungen, der Bewertung der Ergebnisse und der Vorbereitung Ihrer Konformitätsdokumentation.
Neue PFAS-Grenzwerte für Lebensmittelkontaktverpackungen
Die EU-Verordnung 2025/40 über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) sieht ab dem 12. August 2026 spezifische PFAS-Grenzwerte für Verpackungen vor, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Berührung zu kommen. Die drei Grenzwerte sind jeweils zu berücksichtigen:
- Einzelne PFAS: 25 µg/kg (ppb). Gezielte PFAS-Analyse; polymere PFAS sind ausgenommen
- Summe der gezielt analysierten PFAS: 250 µg/kg (ppb). Summe einzelner PFAS; polymere PFAS sind ausgenommen
- PFAS einschließlich polymerer PFAS: 50 mg/kg (ppm). Gesamtfluor- und organisches Fluor-Screening unterstützen die Bewertung
Eine Analyse ist ein wichtiger Teil des Konformitätsnachweises, ersetzt jedoch nicht automatisch die vollständige Lieferanten- und Materialdokumentation. Die geeignete Prüfstrategie hängt vom Material, der Zusammensetzung und der konkreten Fragestellung ab.
Warum gezielte PFAS-Analyse und Fluor-Screening kombinieren?
Nicht alle PFAS lassen sich mit nur einer Methode erfassen. Daher kann eine stufenweise oder kombinierte Vorgehensweise sinnvoll sein:
- Gezielte PFAS-Analyse mittels LC-MS/MS: quantifiziert 36 definierte PFAS-Verbindungen mit hoher Empfindlichkeit.
- Gesamtfluor (TF) mittels Verbrennungs-Ionenchromatographie: liefert einen schnellen Überblick über die gesamte Fluorbelastung des Materials.
- Organisch gebundenes Fluor (TOF): bei TF-Gehalten > 50 mg/kg (ppm) ist ein analytischer Nachweis vorzulegen, der den gemessenen Fluorgehalt eindeutig in PFAS- und Nicht‑PFAS‑Anteile differenziert.
- Ergebnisbewertung: verbindet Messwerte mit Materialtyp, Lieferantendokumentation und regulatorischer Fragestellung.
Unsere analytischen Möglichkeiten
36 PFAS-Verbindungen
Methode: LC-MS/MS
Bestimmungsgrenze: 1,0 µg/kg
Regeldurchlaufzeit: ca. 5 Arbeitstage
Gesamtfluor (TF), Doppelbestimmung
Methode: Verbrennungs-Ionenchromatographie (CIC)
Bestimmungsgrenze: 5,0 mg/kg
Regeldurchlaufzeit: ca. 5 Arbeitstage
Organisch gebundenes Fluor (TOF), Doppelbestimmung
Methode: CIC nach geeigneter Probenvorbereitung
Bestimmungsgrenze: 5,0 mg/kg
Regeldurchlaufzeit: ca. 5 Arbeitstage
Probenvorbereitung
Zur Sicherstellung repräsentativer und belastbarer Analyseergebnisse erfolgt die Probenvorbereitung mittels einer auf das jeweilige Verpackungsmaterial abgestimmten Zerkleinerungstechnik. Diese ist erforderlich, um die unterschiedlichen Werkstoffe von Lebensmittelkontaktmaterialien in eine homogene und analytisch geeignete Probenmatrix zu überführen.
Für welche Verpackungsmaterialien ist die Analyse relevant?
- Papier- und Kartonverpackungen, insbesondere mit Fett- oder Feuchtigkeitsbarrieren
- Kunststoffverpackungen und Kunststoffkomponenten
- Beschichtete oder mehrschichtige Verbundmaterialien
- Becher, Schalen, Folien, Einschlagpapiere, Beutel und Take-away-Verpackungen
- Verpackungen für Fast Food, Backwaren, Fertiggerichte und fetthaltige Lebensmittel
Wann ist eine PFAS-Untersuchung besonders sinnvoll?
- bei der Einführung eines neuen Verpackungsmaterials oder Produkts
- bei einem Lieferanten-, Rezeptur-, Beschichtungs- oder Materialwechsel
- wenn Konformitätserklärungen unvollständig, allgemein oder nicht mehr aktuell sind
- zur Vorbereitung auf Kundenanfragen, Audits oder behördliche Kontrollen
- zur risikobasierten Priorisierung eines größeren Verpackungsportfolios
So gehen wir vor
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1.
Fragestellung klären
Wir besprechen Material, Anwendung, Lieferkette und vorhandene Dokumentation.
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2.
Prüfstrategie festlegen
Wir wählen gezielte PFAS-Analytik, TF, TOF oder eine geeignete Kombination.
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3.
Probe analysieren
Das Material wird abhängig von seiner Beschaffenheit vorbereitet und mit den vereinbarten Methoden untersucht.
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4.
Ergebnisse einordnen
Sie erhalten einen klaren Bericht und auf Wunsch Unterstützung bei der Interpretation und bei sinnvollen Folgeschritten.
Das bedeutet für Sie
- Eine auf Ihr Material und Ihr Risiko abgestimmte Prüfstrategie
- Empfindliche Analyse von 36 spezifischen PFAS-Verbindungen
- Zusätzlicher Überblick durch TF- und TOF-Screening
- Klare Ergebnisse für Lieferantengespräche, Kundenanfragen und Audits
- Bessere Grundlage für Ihre PPWR-bezogene Konformitätsdokumentation
Ist Ihre Lebensmittelkontaktverpackung auf die PFAS-Anforderungen vorbereitet?
Lassen Sie uns gemeinsam festlegen, welche Analysen für Ihr Verpackungsmaterial und Ihre Konformitätsdokumentation sinnvoll sind.