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Fehler bei der Etikettenprüfung: Wo liegt das Risiko?

In der Lebensmittelindustrie ist die Etikettenkontrolle weit mehr als nur ein administrativer Schlussschritt im Qualitätsprozess. Sie stellt eine entscheidende Kontrollmaßnahme im Bereich Lebensmittelsicherheit und Qualitätssicherung dar, mit direkten Auswirkungen auf die Verbrauchersicherheit, die Einhaltung von Vorschriften und das Risiko von Rückrufaktionen. Dennoch zeigt sich in der Praxis, dass gerade die Kontrolle und Überprüfung von Etiketten in vielen Unternehmen nach wie vor eine strukturelle Schwachstelle darstellt.

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Die Etikettenkontrolle bleibt ein Schwachpunkt

In der Lebensmittelindustrie ist die Etikettenkontrolle weit mehr als nur ein administrativer Schlussschritt im Qualitätsprozess. Sie stellt eine entscheidende Kontrollmaßnahme im Bereich Lebensmittelsicherheit und Qualitätssicherung dar, die direkte Auswirkungen auf die Verbrauchersicherheit, die Einhaltung von Vorschriften und das Risiko von Rückrufaktionen hat. Dennoch zeigt sich in der Praxis, dass gerade die Kontrolle und Überprüfung von Etiketten in vielen Unternehmen nach wie vor eine strukturelle Schwachstelle darstellt.

Die Etikettenkontrolle erfolgt zu spät im Prozess

Eine erste wichtige Falle besteht darin, dass die Etikettenkontrolle noch zu oft als separater Schlussschritt betrachtet wird, anstatt als integraler Bestandteil des gesamten Produkt- und Änderungsmanagements. Wenn die Kennzeichnung erst am Ende überprüft wird, besteht das Risiko, dass frühere Änderungen an Rezeptur, Rohstoffen oder Prozessparametern nicht korrekt auf das endgültige Etikett übertragen werden. Dies führt dazu, dass das Etikett nicht immer mit der aktuellen Produktspezifikation übereinstimmt, was insbesondere bei Allergeninformationen und vorgeschriebenen Angaben zu schwerwiegenden Nichtkonformitäten führen kann.

Versionsverwaltung und Freigabe sind unzureichend

Ein zweites wiederkehrendes Problem ist die Art und Weise, wie Etikettenversionen verwaltet werden. In vielen Unternehmen existieren mehrere Versionen desselben Etikettendesigns nebeneinander, wobei nicht immer eindeutig feststeht, welche Version tatsächlich für die Produktion freigegeben ist. Wenn Freigabeprozesse fragmentiert sind oder digital nicht ausreichend gesichert werden, besteht das Risiko, dass veraltete oder nicht autorisierte Etiketten wieder verwendet werden. Dies kann zu Fehlern in Zutatenlisten, Allergenangaben oder gesetzlichen Angaben führen, was direkte Auswirkungen auf die Compliance und das Vertrauen in die Marke hat.

Änderungen werden nicht korrekt auf die Etiketten übertragen

Zudem zeigt sich in der Praxis oft, dass die Änderungskontrolle nicht ausreichend mit der Etikettenverwaltung verknüpft ist. Änderungen bei Rohstoffen, Lieferanten oder Produktionsbedingungen werden nicht immer automatisch auf ihre Auswirkungen auf die Kennzeichnung hin überprüft. Dadurch können scheinbar kleine Anpassungen in der Lieferkette unbeabsichtigt zu falschen oder unvollständigen Angaben auf dem Etikett führen. Insbesondere bei Allergenen stellt dies ein erhöhtes Risiko dar, da bereits geringfügige Änderungen der Herkunft oder Zusammensetzung eine Überarbeitung der Kennzeichnung erfordern.

Begrenzte Wirksamkeit der Kontrollen während der Produktion

Auch während des Produktionsprozesses selbst entstehen Risiken, wenn die Etikettenüberprüfung nicht ausreichend in den Betriebsablauf integriert ist. In Situationen, in denen Kontrollen vorwiegend im Vorfeld oder im Nachhinein stattfinden, können Fehler wie die Verwendung eines falschen Etiketts oder eine fehlerhafte Konfiguration von Druck- oder Applikationssystemen erst spät erkannt werden. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass nicht konforme Produkte bereits weiter in die Lieferkette gelangt sind, bevor der Fehler erkannt wird, was die Auswirkungen von Korrekturmaßnahmen erheblich vergrößert.

Manuelle Kontrollen bleiben ein Schwachpunkt

Schließlich besteht in vielen Unternehmen nach wie vor eine starke Abhängigkeit von manuellen Etikettenkontrollen. Obwohl die manuelle Kontrolle innerhalb jedes Qualitätssicherungssystems unverzichtbar bleibt, ist sie in Umgebungen mit hohen Durchsatzmengen und häufigen Änderungen für sich genommen nicht robust genug. Manuelle Kontrollen sind anfällig für Routinefehler, begrenzte Beobachtungszeitpunkte und unterschiedliche Interpretationen durch die Mitarbeiter. Ohne digitale Unterstützung und eine strukturierte Validierung des Kontrollprozesses besteht weiterhin das Risiko, dass Abweichungen nicht rechtzeitig oder nicht konsequent erkannt werden.

Von fragmentierter Kontrolle zu integriertem Management

Die eigentliche Ursache für viele dieser Fallstricke liegt nicht nur in der Durchführung der Kontrollen, sondern auch darin, inwieweit Etiketteninformationen über verschiedene Systeme und Abteilungen verstreut sind. Wenn Daten zu Rezepturen, Spezifikationen und Druckvorlagen nicht zentral und einheitlich verwaltet werden, ist es schwierig, jederzeit mit Sicherheit festzustellen, ob ein Etikett noch korrekt und aktuell ist. Dieses Problem verschärft sich mit wachsenden Produktportfolios und zunehmender Änderungshäufigkeit.

Ein robusterer Ansatz erfordert daher einen integrierten Ansatz, bei dem Etikettenmanagement, Änderungskontrolle und Qualitätsmanagement eng miteinander verknüpft sind. Digitale QA/QC-Lösungen spielen dabei eine immer wichtigere Rolle, da sie dazu beitragen, Informationen zentral zu strukturieren, Genehmigungsabläufe zu sichern und Änderungen nachvollziehbar in die Etikettierung zu übertragen.

In diesem Bereich unterstützt das Normec AI Label Tool Unternehmen bei der Digitalisierung und Strukturierung der Etikettenkontrolle und -überprüfung. Das Tool hilft dabei, Etiketteninformationen zentral zu verwalten und Änderungen konsistent in die entsprechende Etikettierung zu übertragen, wodurch das Risiko von Inkonsistenzen und menschlichen Fehlern erheblich verringert wird. Weitere Informationen finden Sie unter https://foodcare.normecgroup.com/nl/digitale-qa-qc-oplossingen/normec-ai-label-tool

Von der Kontrolle zur Prävention

Wenn die Etikettenkontrolle nicht mehr als isolierter Endschritt betrachtet wird, sondern als integraler Bestandteil des Qualitäts- und Änderungsmanagements, verlagert sich der Fokus von der reaktiven Fehlererkennung hin zur proaktiven Risikokontrolle. Dies ermöglicht es, nicht nur Fehler zu vermeiden, sondern auch die Nachvollziehbarkeit und Rückverfolgbarkeit gegenüber Audits, Kunden und Aufsichtsbehörden strukturell zu stärken.

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