Lebensmittelsicherheit endet nicht am Werkszaun
Lebensmittelsicherheit wird oft unter dem Gesichtspunkt physischer Bedrohungen betrachtet: unbefugter Zutritt, Manipulation von Rohstoffen, verdächtige Besucher oder Sabotage durch einen Insider. Der Vorfall in Frankreich macht deutlich, dass vernetzte Gebäude und Prozessanlagen ebenfalls als Einfallstore dienen können. Ein Angreifer muss sich nicht physisch in einem Kühlraum befinden, um die Lagertemperatur zu beeinflussen.
Für die Qualitätssicherung bedeutet dies, dass Lebensmittelsicherheit, Food Defense, IT-Sicherheit und Betriebstechnik nicht isoliert voneinander verwaltet werden dürfen. Ein technischer Alarm ist nicht nur eine Wartungsmeldung. Er kann auch das erste Anzeichen einer vorsätzlichen Manipulation sein, die Folgen für die Produktsicherheit, Verfügbarkeit, Rückverfolgbarkeit und Geschäftskontinuität hat.