MOSH und MOAH: Die Messung ist oft nur der Anfang
Eine MOSH/MOAH-Analyse untersucht Mineralölfraktionen in der betreffenden Probe.
Werden MOSH oder MOAH nachgewiesen, stellt sich oft sofort die Frage: Woher könnten sie stammen?
Deshalb betrachtet man bei der Klärung dieser Frage nicht nur das Endprodukt. Auch Rohstoffe, Verarbeitung, Verpackung, Lagerung und Transport können Teil des Kontaminationsproblems sein.
Was ist der Unterschied zwischen MOSH und MOAH?
MOSH und MOAH sind zwei verschiedene Mineralölfraktionen.
MOSH steht für „Mineral Oil Saturated Hydrocarbons“ (gesättigte Mineralöl-Kohlenwasserstoffe). Diese Fraktion besteht aus gesättigten aliphatischen und cyclischen Kohlenwasserstoffen.
MOAH steht für „Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons“ (aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe). Diese Fraktion umfasst aromatische Kohlenwasserstoffe.
Eine MOSH- und MOAH-Analyse liefert Aufschluss über diese Fraktionen in der zu untersuchenden Probe.
Wo kann es zu einer Kontamination kommen?
MOSH und MOAH können auf verschiedenen Wegen unbeabsichtigt in Lebensmittel gelangen.
Mögliche Quellen sind unter anderem:
- Rohstoffe
- Verpackungsmaterialien
- Druckfarben
- Schmiermittel
- Verarbeitungshilfsmittel
- Beschichtungen
- Herstellung und Verarbeitung
- Lagerung und Transport
- Umweltverschmutzung
Ein Analyseergebnis kann uns daher dazu veranlassen, über das Endprodukt hinauszublicken.
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Verpackung
Bei MOSH und MOAH kann die Verpackung eine relevante potenzielle Kontaminationsquelle darstellen.
Papier und Pappe können Mineralölbestandteile enthalten, was zum Teil auf die Verwendung von Recyclingfasern und Druckfarben zurückzuführen ist. Auch Beschichtungen und andere Materialien in der Verpackung können eine Rolle spielen.
Unter bestimmten Bedingungen können Mineralölbestandteile aus der Verpackung in das Lebensmittel übergehen. Eine langfristige Lagerung und das Fehlen einer funktionellen Barriere sind in diesem Zusammenhang zu berücksichtigende Faktoren.
Vermuten Sie, dass die Verpackung eine Rolle spielt? Wenn ja, fügen Sie Ihrer Anfrage bitte folgende Informationen bei:
- das verwendete Verpackungsmaterial
- direkter oder indirekter Produktkontakt
- Lagerungsdauer
- Lagerbedingungen
- etwaige Barrierematerialien
Blick über das Endprodukt hinaus
Die potenzielle Quelle muss nicht unbedingt im Endprodukt oder dessen Verpackung liegen. Auch Produktion, Verarbeitung, Lagerung und Transport können bei einer MOSH/MOAH-Kontamination eine Rolle spielen.
Bei der Ermittlung der Quelle kann es daher hilfreich sein, die verschiedenen Phasen nebeneinander zu betrachten:
Rohstoff → Produktion → Verpackung → Lagerung → Transport → Endprodukt
Welche Proben relevant sind, hängt vom Produkt und dem vermuteten Kontaminationsweg ab.
Produkte, die möglicherweise besonderer Aufmerksamkeit bedürfen
Trockene und fettreiche Produkte erfordern unter Umständen besondere Aufmerksamkeit, darunter:
- Getreide und Reis
- Kakao und Schokolade
- Nüsse
- Pflanzenöle
Ob eine Untersuchung sinnvoll ist, hängt letztendlich vom Produkt, dem Herstellungsverfahren, der Verpackung und Ihrer Forschungsfrage ab.
Analyse der MOSH- und MOAH-Fraktionen
Eine häufig verwendete Methode zur Bestimmung der MOSH- und MOAH-Fraktionen ist die LC-GC-FID. Der analytische Ansatz hängt von der Matrix und der Forschungsfrage ab.
Unter anderem können folgende Faktoren relevant sein:
- die Produktmatrix
- der Fettgehalt
- mögliche natürliche Störsubstanzen
- die erwartete Konzentration
- der Zweck der Untersuchung
Bei komplexeren Matrices können zusätzliche Trennverfahren oder Bestätigungsuntersuchungen erforderlich sein, um die Ergebnisse ordnungsgemäß auszuwerten.
Von den Analyseergebnissen zu potenziellen Quellen
Der Nachweis einer MOSH- oder MOAH-Fraktion kann Anlass zu weiteren Untersuchungen möglicher Quellen geben.
Man könnte sich beispielsweise folgende Fragen stellen:
- Könnte der Rohstoff eine Rolle spielen?
- Sind Schmierstoffe oder Verarbeitungshilfsmittel relevant?
- Könnte die Verpackung zur Kontamination beitragen?
- Spielt die Langzeitlagerung eine Rolle?
- Sind zusätzliche Proben erforderlich?
- Ist eine weitere Untersuchung eines anderen Glieds in der Kette relevant?
Dadurch verschiebt sich die Frage von einem einfachen „Was ist in meiner Probe?“ hin zu „Woher könnte es stammen und was ist der geeignete nächste Schritt?“
Erfahren Sie mehr über MOSH und MOAH
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Häufig gestellte Fragen: MOSH/MOAH-Analyse
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MOSH umfasst gesättigte aliphatische und cyclische Kohlenwasserstoffe. MOAH umfasst aromatische Kohlenwasserstoffe.
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Mögliche Quellen sind unter anderem Rohstoffe, Verpackungsmaterialien, Druckfarben, Schmierstoffe, Verarbeitungshilfsmittel, Beschichtungen und Umweltkontaminationen.
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Unter anderem Getreide, Reis, Kakao, Schokolade, Nüsse, Pflanzenöle und andere trockene oder fettreiche Produkte können für MOSH/MOAH-Untersuchungen relevant sein.
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Mineralölbestandteile können unter bestimmten Umständen aus Verpackungsmaterialien in Lebensmittel übergehen. Papier, Karton, Druckfarben, Beschichtungen und Barrierematerialien können daher für die Untersuchungsfrage relevant sein.
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LC-GC-FID ist eine häufig verwendete Technik zur Untersuchung von MOSH- und MOAH-Fraktionen. Der geeignete analytische Ansatz hängt von der Produktmatrix und der Forschungsfrage ab.