PCR (Polymerase-Kettenreaktion)
Diese aus der Koronazeit bekannte Technik sucht nach der DNA von Allergenen. Nützlich, wenn die Proteine durch Erhitzen verändert wurden. Im Gegensatz zum ELISA zielt die PCR nicht auf Proteine, sondern auf das genetische Material eines Allergens ab. Daher eignet sich die PCR besonders für Allergene wie Krustentiere, Fisch, Sellerie, Senf, Lupinen und Weichtiere. Auch für Soja, Erdnuss, Ei, Nüsse und Sesam ist die PCR möglich, solange noch ausreichend DNA im Produkt vorhanden ist.
Funktionsweise und Anwendung
Bei der PCR werden spezifische DNA-Fragmente mit Hilfe von Primern, die auf charakteristische DNA-Sequenzen eines Allergens abzielen, amplifiziert (vervielfältigt). Während des Prozesses werden diese Fragmente in einem Thermocycler vervielfältigt. Bei der Echtzeit-PCR wird dieser Prozess durch Fluoreszenz überwacht, die einen Hinweis auf die DNA-Menge in der Probe gibt.
Diese Methode eignet sich besonders für Produkte, bei denen die Proteine zwar abgebaut oder verändert wurden, aber noch DNA vorhanden ist. Die PCR eignet sich jedoch nicht für Produkte, die so verarbeitet wurden, dass die DNA vollständig abgebaut oder entfernt wurde, wie z. B. hoch raffinierte Öle.